Sommertour 2018 - Station 6 - Amt für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen Frankfurt(Oder) - 10.7.2018

Ein weiterer Besuch in Frankfurt (Oder) führte mich in das Amt für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen. Amtsleiter Helmut Otto begrüßte unsere kleine Delegation. Im anschließenden Gespräch ging es u.a. um den Wunsch nach einer Verbeamtung von Feuerwehrleuten in der Berufsfeuerwehr der Stadt Frankfurt (Oder), um im Wettbewerb um qualifiziertes Personal v.a. mit den anderen kreisfreien Städten Brandenburgs mithalten zu können. Derzeit kämen viele junge Menschen für ihre Ausbildung zur Feuerwehr nach Frankfurt (Oder), verließen die Stadt aber aufgrund der unattraktiven Konditionen direkt danach wieder. Eine Arbeitsgruppe erstellt derzeit ein Konzept zur Verbeamtung neu eingestellter Feuerwehrleute, welches dem Hauptausschuss der Stadt im Herbst vorgelegt werden soll. Derzeit gilt bereits eine „Soll“-Bestimmung zur Verbeamtung von Feuerwehrleuten. Der Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbands Frankfurt (Oder) e.V. Wolfgang Welenga war überzeugt, dass eine Altershöchstgrenze als strikte Grenze bei der Freiwilligen Feuerwehr wenig Sinn mache. Ausschlaggebend sei der individuelle Gesundheitszustand und die Tätigkeiten, die während eines Einsatzes übernommen werden müssen. So könne durchaus ein 67jähriger noch als Maschinist mitwirken. Das Arbeiten als Atemschutzträger oder bei Gefahrenguteinsätzen sind hingegen aus gesundheitlichen Gründen kaum möglich. Erfreulicherweise ist die Mitgliederzahl der Freiwilligen Feuerwehren in der Stadt seit 25 Jahren bei etwa 250 Kräften konstant, da die Rekrutierung von Jugendlichen gut funktioniere. Wenn aber in den nächsten Jahren die geburtenstarken Jahrgänge der 50iger und 60iger Jahre aus dem aktiven Dienst ausscheiden werden, wird ein deutlicher Rückgang bei den Einsatzkräften befürchtet. Von den Jugendabteilungen kann nur 10-20% der jungen Leute dauerhaft übernommen werden, Zur Steigerung der Attraktivität wurde angeführt, dass gutausgestattete Feuerwachen und technisches Gerät auf der Höhe der Zeit die Attraktivität erhöhen. Die Feuerwehrrente interessiere junge Leute eher nicht und sei auch schwierig zu handhaben. Die deutsch-polnische Zusammenarbeit im Rettungsdienst funktioniere im Einzelfall gut, auch wenn die Unterzeichnung der Vereinbarung über den Bodengebundenen Rettungsdienst zwischen den Landkreisen MOL und LOS, Frankfurt (Oder) und den polnischen Woiwodschaften immer noch ausstehe. Auf polnischer Seiten werden zum 1.1.2019 endlich noch ausstehende Haftrechtsfragen geklärt sein, so dass dann auch ein endgültiger Vertragsabschluss realisiert werden könne, auf den alle seit 5 Jahren schmerzlich warten. Der Rettungsdienst Frankfurt (Oder) half und hilft Gemeinden von diesseits und jenseits der Grenze. Gerade sei man dabei sich im Rahmen eines Gefahrenabwehrverbundes gemeinsam um Mittel aus dem Interregnum Programm zu bewerben. Man hofft trotz starker Konkurrenz auf den Zuschlag, denn auch im Bereich des grenzüberschreitenden Katastrophenschutzes funktioniert die Zusammenarbeit sehr gut. Auch Burkhard Blasche, Abteilungsleiter Gefahrenvorbeugung und Rettungsdienst, beklagte die schwierige Personalgewinnung. Auf eine Ausbildungsverordnung, für Leitstellendisponenten, die das Problem entschärfen soll, wartet man seit Langem. Hierzu werde ich eine Kleine Anfrage stellen um den aktuellen Stand in Erfahrung zu bringen. Zum Schluss wurde mir der beeindruckende Einsatz Fuhrpark der Feuerwehr gezeigt. Das Gespräch bestätigte meine Ansicht, dass ein gut ausgestatteter Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst unabkömmlich ist. Es war ein informatives und gutes Gespräch.

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Sommertour 2018 - Station 5 - Frauenort Frankfurt (Oder) -10.7.2018

Zu jeder Sommertour in Brandenburg gehören mich auch Frauenorte, diesmal der Frauenort der Hebamme Justine Siegemundin in Frankfurt(Oder).Die Tafel steht am Zaun Europa-Universität Viadrina in der Logenstraße. 

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Sommertour 2018 - Station 4 - Zentrum der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Swiecko /Frankfurt (Oder) - 10.7.2018

Auf meiner Sommertour war ich heute Frankfurt (Oder)/Oder. Erste Station war das gemeinsame Zentrum der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit (GZ) in Swiecko. Polizeidirektor Ulf Buschmann, sowie sein polnischer Kollege Herr Ksiuk begrüßten mich sehr herzlich vor dem Gebäude, das sich in der ehemaligen Grenzkontrollstelle direkt an der A 12 befindet. Im GZ arbeiten 62 Beamte aus Deutschland und Polen rund um die Uhr zusammen in der Verbrechensbekämpfung. Jedes Jahr gehen im GZ ca. 20.000 Anfragen aus beiden Ländern ein. Neben Beamten der Polizei Brandenburg beteiligt sich auch die Landespolizei Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, die Bundespolizei sowie die Generalzolldirektion, sowie der polnische Grenzschutz, Zolldienst und die polnische Polizei an der Verbrechensbekämpfung in Swiecko. Im gemeinsamen Lagezentrum sitzen sich die Beamten beider Länder direkt gegenüber. Eine direktere Form des Austauschs gibt es nicht. Wesentliche Aufgaben des GZ sind neben einem allgemeinen Informations- und Datenaustausch, die Koordinierung von Einsatzmaßnahmen. Das im Mai 2014 unterzeichnete und im Juli 2015 in Kraft getretene Abkommen zwischen Deutschland und Polen über die Zusammenarbeit der Polizei-, Grenz- und Zollbehörden sieht weitreichende Befugnisse für die Polizei beider Länder vor. Beeindruckt hat mich der Bericht von Herrn Buschmann, dass das Abkommen mehreren Menschen das Leben gerettet hat, indem durch schnelle Hilfe der Polizeikollegen aus dem Nachbarland ein Suizid verhindert werden konnte. Auch für Urlaubsreisende hat das GZ praktisch erfahrbare Vorteile. Ein vergessener Führerschein bedeutet nun nicht mehr das Ende der Reise. Stattdessen wird durch das GZ unbürokratisch und schnell geprüft, ob eine Fahrerlaubnis vorliegt. Anschließend kann die Fahrt weitergehen. Große Erfolge sind auch im Bereich der Aufklärung von KFZ-Diebstahl zu verzeichnen. Bei Fahrzeugen, die über GPS-Module verfügen, beträgt die Aufklärungsquote 95%. Zu den grenzüberschreitenden Operationen gehört neben der GPS-Ortung auch die sogenannte „Nacheile“ , bei der Verdächtige nach dem deutsch-polnischen Polizeiabkommen bis tief in das jeweilige Nachbarland hinein verfolgt werden können. Den grenzüberschreitenden Beamten stehen dabei dieselben polizeilichen Rechte zu, wie den lokalen Polizisten und Zollbeamten. Die juristischen Probleme der grenzüberschreitenden „Nacheile“ werde an der juristischen Fakultät der Europa-Universität Viadrina wissenschaftlich verarbeitet. Auch die Zusammenarbeit der Staatsanwaltschaften in Frankfurt (Oder) und Gorzow funktioniert sehr gut und ermöglicht so eine schnelle Verfahrensbearbeitung. Hier ist mittelfristig geplant, im GZ Kräfte aus beiden Ländern anzusiedeln um einen noch engeren Austausch zu gewährleisten. An mehreren innerdeutschen Landesgrenzen gibt es solche Zentren der polizeilichen Zusammenarbeit. Der Datenaustausch und die Arbeit in Swiecko sind aber in vieler Hinsicht vorbildlich und sehr gut. Wer die Arbeit des GZ kennen lernen möchte, dem empfehle ich den Polizeiruf 110 „Preis der Freiheit“, welcher in weiten Teilen in Swiecko gedreht wurde.

Sommertour 2018 - Station 3 - Domino World Oranienburg 9.7.2018

Bereits vor einigen Wochen haben mich der Vorstand von Domino World  Lutz Karnauchow und die Geschäftsführerin Frau Dr. Theiss im Landtag aufgesucht, um mir das Konzept der von ihnen geführten Häuser und des Domino Coachings vorzustellen. Nun ich habe mir die Einrichtung in Oranienburg vor Ort angesehen. Domino World ist ein als gemeinnützig anerkannter, eingetragener Verein, der in Berlin und Landkreis Oberhavel 13 Einrichtungen betreibt, davon 7 Center, 3 Clubs, 2 Day Care Center und 1 Holiday Club/Appartements . Bereits 1991 wagte der Verein den Schritt aus Berlin nach Oranienburg und übernahm, das erst 1987 fertiggestellt Feierabend- und Pflegeheim, dass die Stadt Oranienburg selber nicht betreiben wollte. Um die Trägerschaft bewarben sich damals 3 private Betreiber und der Verein. Den Ausschlag gab, dass 98 % der damals angestellten Mitarbeiter für den Verein als Träger votierten. Das Stammhaus mit 198 Pflegeplätzen wurde übernommen und im Jahr 2000 wurde ein Neubaukomplex mit weiteren 90 Betten angebaut - nach modernen Standards als 1 Bett Zimmer. Im nächstes Jahr ist der Bau eines neuen Hauses geplant, um das Stammhaus zu sanieren und auch dort nur Einzelzimmer mit behindertengerechten Bädern zu installieren. Die Idee von Domino Coaching, das erst im Jahr 2000 entwickelt wurde, heißt, dass gute Pflege Ermutigung, Motivierung, Rehabilitation und die Aktivierung guter Ressourcen bedeutet. Im Rahmen des domino-coaching™ wird mit jedem Bewohner/ jeder Bewohnerin ( es sind zu mehr als 80 % Frauen) gemeinsam ein ganz individuelles Therapieprogramm entwickelt wird, um verloren gegangene Fähigkeiten zurückzugewinnen und wieder zu trainieren. Verschiedene Bewegungstrainings, Licht- und Kunsttherapie und Gedächtnistraining sowie medizinisches Qi Gong aus der traditionellen chinesischen Heilkunde werden angeboten. Bei der Aufnahme wird mit 4 verschiedene Tests (ua. Barthel Index) festgestellt wird, wo die Bewohner stehen. Das wird alle 3 Monate evaluiert. Es gibt Einzel- und 2 Gruppentrainingsangebote. Die Dokumentation der Fortschritte, seien sie auch noch so klein, ist wichtig, so soll Anerkennung und Lebensfreude vermittelt werden. Das ganze Haus hatte ein sehr freundliches gepflegtes und lichtdurchflutetes Ambiente. Der Speiseraum ist ein Restaurant, wo das Essen in Buffett Form angeboten wird und den hohen Standards von FIT IM ALTER entspricht. Es gab sehr gemütliche Aufenthaltsräume. Die Außenanlagen mit einem japanischen Garten mit Seerosen und einem kleinen Wasserfall haben mir gut gefallen.

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Sommertour 2018 - Station 2 - Bürgergarten Oranienburg 9.7.2018

Gefördert bis 2019 durch die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Oberhavel ist der Bürgergarten Oranienburg ein im wahrsten Sinne lebendiges, wachsenden und blühendes Kleinod sehr zentral und in Schlossnähe gelegen. Vor Ort trafen wir uns mit wichtigen Akteuren: Mit Henning Schluss als Vertreter des Trägers, mit Joachim Richter-Geißler, dem Mann vor Ort im Bürgergarten, mit Arne Probandt, dem Mann für die Öffentlichkeitsarbeit, mit Verena Schluß, die Leiterin der Klang-Farbe Orange und Uta Gerber, die Geschäftsführerin der Lebenshilfe, die auch bewährte Kooperationspartner des Bürgergarten sind. Die Idee begann mit einem kleinen Garten bei einer Kindereinrichtung, der aber nicht wirklich öffentlich zugänglich war. Dann hat die Stadt Oranienburg diesen Garten pachtfrei zur Verfügung gestellt und finanzielle Mittel kamen vom Programm der Partnerschaft für Demokratie. Leider hat der Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie die Zuschüsse für das Projekt deutlich gekürzt, so dass viele Aktivitäten nicht mehr stattfinden können. Eine gewisse finanzielle Unterstützung ist für die Erhaltung eines solchen Projektes aber wichtig. Das große Grundstück – das schon 1711 in alten Plänen als Garten markiert war - wurde nach Wunsch in 26 Beete von 1 qm bis 10qm unterteilt. Diese Beete werden von einzelnen Menschen oder auch von Kindergartengruppen, von 3 syrischen Brüdern oder dem Schülerprojekt „Kopfstütze“ individuell bepflanzt und gepflegt. Die Gartenregeln - wie naturnahes Gärtner ohne Pestizide- wurden gemeinsam aufgestellt. Jährlich verlängert sich der Pachtvertrag, aber das Gelände ist zentrumsnahes Bau-Erwartungsland und die Akteure befürchten, dass sie nicht mehr lange bleiben können. Dabei geht die Idee und das Konzept voll auf. Ziel ist es unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen, die sich sonst nicht treffen, an einen Begegnungsort zusammen zu führen. Hier werden Menschen mit einander in Verbindung gebracht über Feste, Lesungen und Musikaufführungen im Garten. Die Lebenshilfe Oranienburg erfreut sich an den Produkten, die sie verarbeiten und dann wieder mit anderen im Bürgergarten teilen. Es besteht die Hoffnung, dass der Bürgergarten an anderer geeigneten Stelle in Oranienburg weiterleben kann und der Träger mit Hilfe der Stadt neues geeignetes Grundstück bekommt, wenn der Standort einmal geräumt werden muss. Der Bürgergarten freut sich über viele Aktive und Besucher und hat einen Facebook Account, der sich über viele Follower freut .

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Sommertour 2018 - Station 1 - Oranienburger Tafel 9.7.2018

Die erste Etappe meiner diesjährigen Sommertour war Oranienburg. Der erste Besuch galt der Oranienburger Tafel, die in der Trägerschaft des Arbeitslosenverband Deutschland, Landesverband Brandenburg e.V. ist. Ich traf die Leiterin Viola Knerndel zu einem ausführlichen Gespräch und ich war beeindruckt von dieser energievollen Persönlichkeit. Frau Knerndel ist in ihren 20 Jahre für die Oranienburger Tafel zu einer Institution in Oranienburg geworden. Sie hat durch ihre Arbeit in einer Personalabteilung einer Firma, als Schöffin und als Leiterin der Tafel sehr viele Erfahrungen mit Behörden und Verwaltungen gesammelt. Sie managt nicht nur die Oranienburger Tafel mit den anspruchsvollen Aufgaben, sondern bietet darüber hinaus auch noch Beratung in allen sozial“rechtlichen“ Fragen auf hohem Niveau. Viele Menschen, die sich regelmäßig Lebensmittel bei der Tafel holen, kommen direkt zu ihr. Sie holt sich zwar alle 4 Wochen eine ehrenamtliche Rechtsberatung ins Haus- denn sie kennt ihre Grenzen, aber sehr viele Oranienburger landen mit ihren Nöten und Anliegen bei ihr. Frau Knerndel wünschte sich dringend eine unabhängige Sozialberatungsstelle in Oranienburg – zumal diese Beratung eine Kreisaufgabe ist. In zwei Jahren will Frau Knerndel in Rente gehen und sie macht sich Gedanken, darüber, wer ihre Nachfolge bei der Tafel, aber auch bei der Beratung und den anderen Projekten antritt. Frau Knerndel ist eine aktive Netzwerkerin, die mit dem Verein, den Ehrenpreis der Stadt Oranienburg erhalten hat. Sie akquiriert Spenden und organisiert Aktion wie zum „Tag der fairen Arbeit.“ Sehr beeindruckt war ich von den logistischen Aufgaben der Tafel. Im gesamten Tafelbezirk werden 350 Haushalte mit Lebensmitteln versorgt - darunter sind alleine 100 Rentner. Es bekommen Einzelpersonen, aber auch große Familien bis zu 10 Personen Kisten mit Lebensmittel, die täglich bei Discountern, Geschäften und Bäckern abgeholt werden. Wir waren dabei wie die Lebensmittel ausgeladen wurden, das ist schwere körperliche Arbeit. Dann muss erst alles gesichtet werden und das Verdorbene, Unbrauchbare wird aussortiert. Dann wird alles so gerecht wie möglich in so viele Kisten gepackt, wie die ungefähre Anzahl der Menschen, die kommen um sich auf diesem Wege mit Lebensmittel versorgen. In Oranienburg sind das ca. 90 Kisten. Jede Kiste kostet 4 Euro und die Personen müssen nachweisen, dass sie bedürftig sind. Die Oranienburger Tafel hat nicht nur eine Ausgabestelle Oranienburg, sondern auch in Henningsdorf, in Velten und in Liebenwalde. Die Oranienburger Tafel muss auch wirtschaftlich denken. Denn erst im Juni diesen Jahres mussten  6000 € für Reparaturen an den Autos und dem Kühlwagen investiert werden. Die Oranienburger Tafel bekommt feste Zuschüsse von der Stadt Oranienburg und eine kleine Summe von der Stadt Hennigsdorf. Frau Knerndel ist es sehr wichtig, dass sie keinen Unterschied macht zwischen Bedürftigen Deutschen und Migranten. Aus organisatorischen Gründen (z.B. keine Zuteilung von Schweinefleisch) macht die Tafel die Ausgabe für Migranten am Mittwoch. Es gibt nur eine Leiterin und einen angestellten Kraftfahrer, der den 7,5 Tonner fährt. Es gibt 30 Stellen für MAE Kräfte von den aber leider nur 15 besetzt sind, da das Jobcenter es nicht schafft geeignete Bewerber zuzuweisen. Aus die Stellen des Bundesfreiwilligen Dienstes sind nicht alle besetzt. Aber es gibt auch Menschen, die völlig ehrenamtlich hier arbeiten. Sie erhalten weder eine Vergütung noch Lebensmittel. Zu den weiteren Projekten vor Ort gehört eine Nähstube, in der Bedürftige Kleidung reparieren und ändern lassen können, eine Schreibstube, die Hilfe bei Schreib und Behördenangelegenheiten bietet. Eine Fundgrube mit „tausend Dingen für den täglichen Bedarf“, wie Frau Knerndel es nannte, gibt es auch. Die einzelnen Tafeln sind zu einem Netzwerk dem Landesverband der Tafeln zusammengeschlossen, dass z.B. gemeinsame Grundsätze erarbeitet.

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52. Falkenseer Frauenstammtisch

Am Donnerstag, den 21.6.2018 war unsere Gastfrau Silke Gebel. Mit der Umweltexpertin, die auch Fraktionsvorsitzende der Grünen Abgeordnetenhausfraktion in Berlin ist, sprachen über das Thema: „Ersticken wir im Plastikmüll? Was kann jede einzelne zur Müllvermeidung beitragen?“ Eine Plastiktüte braucht 15-20 Jahre bis sie sich zersetzt, das war nur eine der vielen alarmierenden Zahlen. Seit 1950 haben wir in Deutschland 8,3 Milliarden Tonnen Plastikmüll produziert. Wir diskutieren sehr lebhaft darüber, dass China uns unseren Plastikmüll nicht mehr abnimmt, aber auch über gute Beispiele der Müllvermeidung. Ein Nachbarschaftswettbewerb: wer den wenigsten Plastikmüll hat, über Repair-Cafes und Second-Hand-Läden. Aber auch darüber, wann die richtige Zeit ist lokales und saisonales Obst- und Gemüse zu essen und zu kaufen... Ein lebendiger Abend!

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Besuch der grünen Mentees im Landtag Brandenburg

Im Rahmen des GRÜNEN Frauenmentoring Programms  besuchten die Mentees am Montag, den 18.6.2018 auf meine Einladung den Brandenburger Landtag. 

Nach eine Führung durch den Besucherdienst des Landtages, trafen wir uns gemeinsam mit meinen Fraktionskolleginnen, mit der Landtagspräsidentin Britta Stark und Kristy Augustin, der frauenpolitischen Sprecherin der CDU zu einer angeregten Gesprächsrunde: Wie funktionieren Frauennetzwerke? Wie gelangt eine Frau in ein politisches Amt? Wie und womit setzen sich Politikerinnen durch? 

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Besuch der B-Teams von Tolerantes Brandenburg in Nauen

Am Montagvormittag besuchte das B-Team in Nauen. Wir waren zu einer Gesprächsrunde und einem Frühstück beim Humanistischen Freidenkerbund Havelland e.V. eingeladen. Das B-Team - ein Team von sieben Jugendlichen fährt für zwei Wochen vom 09. bis 23. Juni 2018 mit einem eigenen Tour-Mobil durch Brandenburg und besucht bedeutende Orte, die das Wirken des Toleranten Brandenburgs auszeichnen und prägen.

Kategorien:Aktuelles

Filmreihe "LAND IN SICHT"

Im Rahmen der Filmreihe „Land in Sicht“ der grünen Landtagsfraktion fand am 24. Februar 2015 eine Filmführung im Theatersaal des Leonardo da Vinci Campus in Nauen statt.
Nach dem Film wurde noch intensiv diskutiert mit mir und den Regisseurinnen Judith Keil und Antje Kruska (Regisseurinnen)  und dem Protagonisten Farid - siehe Foto

Der Film wird an vielen Orten in Brandenburg gezeigt 

Mehr Informationen: www.gruene-fraktion-brandenburg.de/veranstaltungen/film-diskussion-land-in-sicht/

Zum Film :
Brandenburg wird 2015 rund 8000 Flüchtlinge aufnehmen. Mit ihrer Unterbringung sind viele Fragen verknüpft – Unterbringungsstandards, Gesundheitsversorgung, Deutschunterricht für Kinder aus Flüchtlingsfamilien, um nur einige zu nennen. Doch beim Thema Flüchtlinge und Asyl geht es vor allem um Menschen und nicht nur um Gesetze, Verordnungen und Standards. Mit dem Dokumentarfilm „Land in Sicht“ von Judith Keil & Antje Kruska möchte die bündnisgrüne Landtagsfraktion drei dieser Menschen vorstellen und den Brandenburger ZuschauerInnen an 8 Filmabenden einen Perspektivwechsel ermöglichen. Die Filmreihe startet - in Kooperation mit dem Leonardo da Vinci Campus und dem Jugendförderverein Mikado e.V. - am Dienstag, den 24. Februar, 19 Uhr, auf dem Leonardo da Vinci Campus in Nauen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, mit einer der Filmemacherinnen, Protagonisten des Films und unserer innenpolitischen Sprecherin URSULA NONNEMACHER zu diskutieren. Darum geht es: Nach einer Flucht um die halbe Welt sind Abdul, ein Scheich aus dem Jemen, Farid aus dem Iran und Brian aus Kamerun als Flüchtlinge in einem Asylbewerberheim in Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark) gestrandet. Ohne einen gesicherten Aufenthaltstitel bleibt ihnen die Teilnahme am Leben außerhalb der Heimtore größtenteils verwehrt, doch sie fahnden trotzdem nach Wegen hinein in die deutsche Gesellschaft. Auf Dorffesten, Ämtern und Diskotheken prallen ihre Vorstellungen von Deutschland mit den Mentalitäten der Eingesessenen aufeinander.

Die Dokumentarfilmemacherinnen Judith Keil & Antje Kruska haben die Protagonisten ein Jahr lang begleitet. Herausgekommen ist ein Film, der sich durch die große Nähe zu den Hauptfiguren auszeichnet und der statt Betroffenheit die unfreiwillige Komik dieser Aufeinandertreffen in den Blick rückt. Julia Keil und Antje Kruska zeigen die zweifellos problembeladene Ausgangslage von Asylbewerbern, aber heben diese gleichzeitig auf eine allgemein menschliche Ebene, die deutlich macht, dass deren Sehnsüchte, Ängste, Macken, Gedanken und Hoffnungen durchaus mit unseren zu vergleichen sind.

Besuchergruppe aus Falkensee zu Besuch im Landtag

Am 17.2.2015 besuchte eine 35 köpfige Besuchergruppe aus Falkensee auf meine Einladung hin den Landtag Brandenburg.

Es war für alle ein interessanter Nachmittag.

Volles Haus bei FILM AB im GRÜNEN BÜRO am 19.1.2015

 

 

Zum spannenden Film Alphabet kamen ca. 40 Menschen von 12 bis 70 Jahren ins GRÜNE BÜRO, die sich den Film zum Thema Bildung ansehen wollten.
Darunter auch Conny Röth, die in Falkensee Finkenkrug einen Malspielort nach Arno Stern anbietet.
Nach dem Film gab es noch angeregte Gespräche mit einem Gläschen Wein - ein  gelungener informativer Abend.

Für Toleranz, gegen Fremdenhass - Demo in Frankfurt/Oder am 17.1.2015

Ich war mit dabei – auf dem Foto zwischen Annalena Baerbock, MdL und Ska Keller, MEP

700 Menschen gingen am Sonnabend bei Veranstaltungen auf die Straße, um ein Zeichen für ein weltoffenes Frankfurt zu setzen.( Anlass war eine Demonstration unter dem Motto "Stopp dem Asylmissbrauch", zu der etwa 250 Teilnehmer anreisten.)

Hier ein Artikel aus der MOZ vom 18.1.2015 : Frankfurter mögen es lieber bunt

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