Sommertour 2018 - Station 13 - Netzwerk der Hilfsbereitschaft Rathenow - 13.7.2018

Unsere nächste Station in Rathenow war ein Treffen im Jugendhaus Oase. Unser Gastgeber Carsten Schulze ist der zuständige Jugendleiter und Diakon in der Oase. Außer ihm waren noch einige VertreterInnen des Netzwerkes der Hilfsbereitschaft zu unserem Treffen dazu gekommen. Das Netzwerk der Hilfsbereitschaft wurde 2015 ins Leben gerufen. Früher war diese Gruppe per Email und Telefon vernetzt, heute bilden ca. 350 Menschen eine WhatsApp -Gruppe, die schnell und unbürokratisch vielfältige Hilfe für geflüchtete Menschen in Rathenow und Umgebung leistet. Motor und Koordinator ist der Pfarrer Wolf Schöne, der schon seit dem Jahr 2000 in der Flüchtlingsarbeit tätig ist und 26 Jahre Pfarrer in Rathenow war. Das Netzwerk hat keine Vereinsstruktur und keine finanzierten Mitarbeiter.
Es gibt mehrere AGs in diesem Netzwerk: 
• AG Praktikum-Bewerbung-Arbeit
• AG Kita-Schule-Bildung
• AG Sport-Freizeit-Kultur
• AG Wohnen-Möbel
• Eine AG Gesundheit ist im Aufbau.

Frau Kegel, Mitglied im Netzwerk, berichtete von ihrer Arbeit im AWO Familien Café. Hier kommen überwiegend Frauen und Familien zusammen. Es gibt Deutschunterricht, Kontakte und viele Formen von Unterstützung. Die jungen geflüchteten Männer z.B. aus Syrien, die in Rathenow leben, fehlt allerdings der Kontakt zur deutschen Bevölkerung. Es gibt zwar Sportangebote, aber sie sitzen viel zu Hause und haben keine Aufgabe -vom einigen Sportangeboten abgesehen. Frau Gehricke, die Mitglied in der Interkulturellen Gitarrengruppe ist, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, setzt sich vor allen für die Arbeit mit den Kindern ein und freut sich über ihre zahlreichen Kontakte in der Stadt. Herr Albrecht, ein pensionierter Polizeibeamter aus dem gehobenen Dienst, engagiert sich besonders in der AG Möbel und Wohnen und transportiert und organisiert viel in diesem Bereich. Es waren auch Henry Lange, der in Kürze seine Ausbildung als Erzieher und Sozialassistent abschließt und Susanna Falkus, die gerade ein berufsvorbereitendes Praktikum in der Oase macht, in der Runde dabei. Beide gehören zu den Organisatoren des Festivals LAUT & BUNT, des Festivals für Toleranz und Weltoffenheit, dass am 14.7.18 in Rathenow stattfindet. Wir sprachen auch über die Probleme der Netzwerkarbeit. Die Initiative wünscht sich eine bessere Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung und mehr Informationen. Eine bezahlte Koordinierungsstelle wäre extrem hilfreich und wichtig. Es gibt einen hohen ungedeckten Bedarf an rechtlicher Beratung und die fehlende psychologische und medizinische Unterstützung wurde kritisiert, besonders eine für viele notwendige Trauma-Behandlung. Gelobt wurde die gute Zusammenarbeit mit den Schulen und Kitas vor Ort.

Mehr»

Sommertour 2018 - Station 12 - Havelland Kliniken Rathenow - 13.7.2018

Heute am letzten Tag meiner politischen Sommertour waren wir zu Gast bei den Havelland Kliniken am Standort Rathenow. Wir wurden sehr freundlich begrüßt von Dorit Zahn, der Verwaltungsdirektorin, Dr. med. Stefan Lenz, dem stellvertretenden ärztlich Direktor und Chefarzt der Chirurgischen Abteilung, Dr. Babette Dietrich, der Pressesprecherin und Referentin der Geschäftsführung und Schwester Marianne, der Koordinatorin für die Spezialisierte Palliativ Versorgung im West-Havelland. Im Jahr 2003 ist das Paracelsus Krankenhaus Rathenow in die Havelland Kliniken eingebracht worden. Das Unternehmen verfügt über einige Tochterunternehmen, wie medizinische Versorgungszentren, Wohn- und Pflegezentren und eine soziale Betreuungsgesellschaft 2011 wurde der bodengebundene Rettungsdienst des Havellandes als Tochter in die Gesellschaft übernommenen und 2016 erfolgte Übernahme der Altenpflegeschule im Havelland in die Tochtergesellschaft Ausbildungszentrum Gesundheit und Pflege im Havelland. Seit 2014 sind die Havelland Kliniken Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité. Und das offensichtlich so erfolgreich, dass es mehr Bewerber für das praktische Ärztliche Jahr gibt als Plätze vorhanden sind. Auf diesem Wege wurden schon einige Assistenzärzte für die Klinik gewonnen. Am Standort werden 170 stationäre Betten und 50 Tagesklinik Plätze vorgehalten. Vorwiegend in den Bereichen Innere Medizin, Geriatrie und Chirurgie. Darüber hinaus gibt eine Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und 12 Betten in der Kinderheilkunde, sowie eine Intensivstation. Es wird sowohl in Rathenow, als auch im Nauen einen Kreissaal und an jedem Standort sind etwa 370 Geburten pro Jahr zu verzeichnen. Das Krankenhaus beteiligt sich an vielen innovativen Projekten. Es gibt eine Kooperation mit dem Fachbereich Pflegewissenschaften an der BTU Senftenberg. Es gibt das Angebot einer integrierten Alten- und Krankenpflege Ausbildung und die Beteiligung an 2 Projekten des Innovationsfonds zur Verbesserung der Versorgung bei Herzinfarkten und aktiven neurologischen Erkrankungen. Wir haben uns einzelne Stationen des Krankenhauses angesehen, u.a. die Rettungsstelle und den angegliederten Stützpunkt des Rettungsdienstes. Wie wichtig diese Notaufnahme für das West-Havelland ist, auch um die Hilfsfristen im Rettungsdienst sicher stellen zu können, wurde uns deutlich klar gemacht. Die Klinik Leitung sieht den Fachkräfte Mangel im Bereich der Ärzte und der Pflege, die Neustrukturierung des Notfallmedizinischen Versorgungskonzept in der Region und den Demographischen Wandel als große Herausforderungen für ihre Arbeit im Havelland.

Mehr»

Sommertour 2018 - Station 11 - Bürgerstiftung Barnim-Uckermark

Wir trafen uns mit dem geschäftsführenden Vorstand der Bürgerstiftung Barnim-Uckermark Kai Jahns und Michael Ahlers, einem der Stiftungsgründer. Der Gedanke der Bürgerstiftung ist in den 80 Jahren des letzten Jahrhunderts aus den USA nach Europa gekommen. Die Bürgerstiftung Barnim-Uckermark wurde im Jahr 2003 gegründet und war damit die erste von inzwischen 8 Bürgerstiftungen im Land Brandenburg. 40 Gründungsmitglieder haben sich damals zusammengefunden und das erforderliche Mindeststiftungskapital von 50 000 Euro zusammengetragen. Unterstützt wurde die Stiftung von Anfang an von vielen lokalen Akteuren, die sich für Demokratie und Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit einsetzen und von der Lokalen Agenda 21 . Unter dem Dach der Bürgerstiftung haben sich zahlreiche andere Projekte und Aktivitäten zusammengefunden, wie die seit 10 Jahren bestehende Kinderuni in Kooperation mit der Hochschule für Nachhaltigkeit, das Projekt Lesezauber und die Freiwilligen Agentur Eberswalde. Die Freiwilligen Agentur wird mit 25 000 Euro von der Stadt Eberswalde unterstützt und arbeitet mit Projektmittel des Bundesprogramms MENSCHEN STÄRKEN MENSCHEN. Zum einmal jährlich stattfindenden Freiwilligen Tag werden kommen 350 bis 450 Leute über die Freiwilligen Agentur zusammen, um gemeinnützige Arbeit zu leisten. Die Bürgerstiftung Barnim-Uckermark möchte sich auch mehr im ländliche Raum engagieren und hat sich für das Programm LANDKULTUR des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft beworben. In der Stadt Prenzlau soll ebenfalls eine Freiwilligen Agentur aufgebaut werden. Bürgerstiftungen sind sehr gute Instrumente zur dauerhaften Förderung von bürgerschaftlichem Engagement in Kommunen. Freiwilligen Agenturen sind dabei entscheidende Netzwerk Partner. Brandenburg ist bei der Förderung des Ehrenamtes schon sehr gut aufgestellt. Das Thema ist in Staatskanzlei angesiedelt und damit Chefsache. Bei der Finanzierung von Freiwilligen Agenturen und der Integration von Geflüchteten sollten die Kommunen noch stärker unterstützt werden.

Mehr»

Sommertour 2018 - Station 10 - Landeskriminalamt Eberswalde - 12.7.2018

Am vorletzten Tag meiner Sommertour 2018 habe ich gemeinsam mit der Leiterin meines Wahlkreisbüros, Ulrike Legner-Bundschuh, und unserem Fraktionsreferenten für Inneres, Kommunales und Recht, David Meuresch, das Landeskriminalamt (LKA) in Eberswalde besucht. Das LKA ist die kriminalpolizeiliche Zentralstelle des Landes und nimmt sowohl umfangreiche Servicefunktionen für die Polizeidienststellen Brandenburgs als auch eigene Ermittlungsverfahren wahr. Der Leiter des 1992 gegründeten Amtes, Herr Volkland, begrüßte mich gemeinsam mit 4 Abteilungsleitern, sowie Personalvertreterinnen und -Vertretern. Herr Volkland wies eingehend auf die polizeiliche Kriminalstatistik hin, welche für 2017 einen Rückgang der Gesamtkriminalität um 3 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Dies geht vorwiegend auf den weiterhin massiven Rückgang bei der Einbruchskriminalität zurück. Dieser Trend ist bundesweit zu beobachten; eine Erklärung sieht der Leiter in der Intensivierung der polizeilichen Maßnahmen und in der gesteigerten Öffentlichkeitsarbeit. Gleichzeitig lässt sich ein Verdrängungseffekt beobachten. So ist in Skandinavien eine massive Zunahme der Einbruchskriminalität zu verzeichnen. Weitere Schwerpunkte des ausführlichen Gesprächs waren der Staatsschutz bzw. die Terrorismusbekämpfung sowie Cyber-Crime. Herr Berlin, Leiter der Abteilung Staatsschutz, ging auf den in der vergangenen Woche veröffentlichten Verfassungsschutzbericht ein und bestätigte die dort gemachten Angaben grundsätzlich. Problematisch sieht er, dass das LKA Daten zur bekennenden „Reichsbürgern“ löschen muss, wenn diese keine Straftaten begangen haben. Eine weitere Beobachtung sei durch die Polizei dann nicht möglich, jedoch könne der Verfassungsschutz weiterhin tätig werden. Betont wurde auch die weiterhin hohe Anzahl an rechtsextremen Straftaten in Brandenburg. Das LKA ist im Bereich Rechtsextremismus sehr aktiv und erreichte u.a., dass große Konzerte rechtsextremer Bands kaum noch stattfinden. Im Fokus steht darüber hinaus die Bedrohung durch Islamisten. Nach einer Aufstockung umfasst die Abteilung 85 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Herr Lux-Hain gab mir detaillierte Einblicke in die Arbeit des Cyber-Competence-Centers (CCC), welches für Online-Kriminalität zuständig ist. Um dem Föderalismus gerecht zu werden und trotzdem grenzüberschreitend ermitteln zu können, richteten die deutschen Bundesländer ein zentrales „Datenhaus“ ein. Der polizeiliche Informations- und Analyse-Verbund (PIAV) wird seit Mai 2016 aufgebaut und wird Schritt und Schritt mit mehr Deliktsbereichen gefüttert. Die Kompetenz des CCC wird in zunehmenden Maße gefragt: Unternehmen werden durch Angriffe auf ihre Datennetze geschädigt und kritische Infrastrukturen, wie Krankenhäuser und Flughäfen werden durch Virenattacken bedroht. Der Schaden geht hier alleine in Brandenburg in die Millionen. Eine weitere Verlagerung krimineller Aktivitäten ins Internet ist zu erwarten. Aufklärung und Beratungsleistungen durch das LKA sollen die Prävention stärken. Während eines Rundgangs durch das CCC merkte Herr Lux-Hain an, dass von den 61 Planstellen nur 49 besetzt seien. Der Fachkräftemangel zeigt sich hier besonders deutlich, die niedrige Eingruppierung im öffentlichen Dienst ist für IT-Fachleute ein wesentlicher Grund sich anderen Arbeitgebern zuzuwenden.

Mehr»

Sommertour 2018 - Station 9 -Theologische Hochschule Elstal - 11.7.2018

Heute besuchte ich auch die Theologische Hochschule in Elstal und traf mit dem Rektor Prof. Dr. Michael Kißkalt, Volker Springer, dem kaufmännischer Geschäftsführer der BUND Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland und Tobias Kühl, dem Geschäftsführer der Servicedienste Elstal GmbH, der für die Vermietung der Tagungsräume und Wohnungen auf dem Campus Elstal zuständig ist, zusammen. Die Theologische Hochschule in Elstal wird getragen vom BUND Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland. Dieser Bund hatte vor der Wende seinen Sitz in Hamburg und in Buckow (für das Gebiet der DDR). Nach der Wende hat man sich nach einem gemeinsamen Standort umgesehen und ist zu Beginn der 90 Jahre auf Elstal gekommen, wo von der Landesentwicklungsgesellschaft ein Real mit ehemaligen Offizierswohnungen übernommen worden ist. Dort hat man mit viel ehrenamtlicher Hilfe, der etwa den 800 Gemeinden aus ganz Deutschland und durch erhebliche Investitionstätigkeit einen Campus erstellt, aus der die jetzige Theologische Hochschule hervorgegangen ist. Es wurden in den alten Gebäuden neue Wohnungen für die Studenten und andere Mieter erstellt. Es gibt ein Gemeindejugendwerk, eine Bibliothek, ein Archiv und eine Fortbildungsakademie. Aus dieser Akademie ist die Theologische von Hochschule hervorgegangen. Sie wurde vom Wissenschaftsrat akkreditiert und vom Brandenburgischen Ministerium stattlich anerkannt. Die Hochschule bietet Masterstudiengänge in Evangelischer Theologie mit dem Ziel pastoraler Dienste in Freikirchlichen Gemeinden und einen weiteren Studiengang freikirchliche Diakonie. An der Hochschule studieren ca. 80 Studenten, es gibt 8 Professor*innen, so dass ein gutes und enges Betreuungsverhältnis besteht. Auf dem großzügigen und grünen Gelände gibt es 83 Wohneinheiten, die für ein geringes Entgelt den Studierenden zur Verfügung gestellt werden, aber auch an Gäste oder an Wohnungssuchende mit Wohnberechtigungsschein vergeben Wohnungen vergeben. Assoziiert an den Campus ist ein Projekt für betreutes Wohnen und ab dem nächsten Jahr auch ein Pflegeheim in Trägerschaft der Emanuel Diakonie, das gerade in Bau ist. Die Hochschule und der gesamte Campus Elstal wird durch die freiwilligen Spenden der 82 000 Gemeindemitglieder finanziert. Einmal im Jahr treffen sich die Vertreter der 800 Ortsgemeinden zum sogenannten Bundesrat, um über die Belange ihre Kirche und deren Arbeit zu befinden. Die Akteure des Campus sind daran interessiert sich vor Ort zu vernetzten und z.B. Kontakte zum entstehenden Bahntechnologie Centrum zu knüpfen. Auch hier war es ein wichtiges Anliegen, dass ein gute Bahnanbindung für die Studenten und die zahlreichen Besucher gewährleistet ist.

Mehr»

Sommertour 2018 - Station 8 - BIOBACKHAUS Wustermark - 11.7.2018

Seit vielen Jahren schätze ich das BIOBACKHAUS in Falkensee, den Inhaber Hans Leib persönlich und natürlich seine BIO-Backwaren. Deshalb war ich sehr interessiert daran, mir nach seinem Umzug ins Güterverkehrszentrum Wustermark (GVZ Wustermark) den neuen Betrieb anzusehen. Seit 1991 ist Hans Leib mit seiner Produktion und einem Laden in Falkensee ansässig, das Unternehmen hat inzwischen 10 eigene Filialen in Falkensee, Wustermark, Potsdam und Berlin. BIOBACKHAUS beliefert darüber hinaus eine Vielzahl von Bio-Supermärkte und Feinkostgeschäften Da wird verständlich, dass der Standort in Falkensee deutlich zu klein geworden war. Hans Leib sieht es als glückliche Fügung, dass er eine in Konkurs gegangene Großbäckerei in Wustermark kaufen konnte. Die vorhandene technische Ausstattung konnte weitgehend übernommen werden und auch einige der früheren Mitarbeiter*innen konnten wieder beschäftigt werden. Insgesamt arbeiten im Unternehmen 65 Mitarbeiter*innen –Bäckermeister, Produktionsassistenten und Verwaltungskräfte. Alle verarbeiteten Zutaten stammen aus ökologischem Landbau und es werden keine Konvenienz Produkte verwendet. Selbst die Möhre wird vor Ort geraspelt. Durch die Ausweitung der Produktion kann der Bedarf an nicht mehr nur aus Brandenburg gedeckt werden. Das Getreide wird allerdings direkt in Wustermark gemahlen wird, was ein großer Vorteil ist. Der Betrieb bildet auch im Bäckerhandwerk aus. Bis zu 10 Ausbildungsplätze könnten besetzt werden, aber es ist schwer junge Menschen für das Bäckerhandwerk zu gewinnen. Entgegen der landläufigen Vorstellungen beginnt die Arbeitszeit der Bäcker erst morgens um 7 Uhr. Die Hauptarbeit wird in der Spätschicht von ca. 16 :30 Uhr bis in die Nachtstunden hinein geleistet. Viele Backwaren werden vorbereitet dann über Nacht in großen Kühllagern aufbewahrt und erst am nächsten Tag nach der Auslieferung in den Filialen gebacken, um die größtmögliche Frische zu gewährleisten. Im gesamten GVZ Wustermark arbeiten bis zu 4000 Beschäftigte. Wie auch die anderen macht Hans Leib die unzureichende Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel Probleme. Das Unternehmen unterhält extra einen eigenen Shuttle-Service, um für die Mitarbeiter ohne PKW nach der Spätschicht den Anschluss an Züge oder Nachtbusse zu gewährleisten. Hans Leib stimmt aus eine Bäckerfamilie und hat schon mit 10 Jahren mit am Backofen gestanden. Nach einem Studium der Lebensmitteltechnologie hat er Ende der 70 Jahre begonnen erste Backwagen aus ökologischen Zutaten herzustellen. Heute ist er einer der wichtigsten Zulieferer für BIO Backwaren im expandieren Markt unserer gesamten Region.

Mehr»

Sommertour 2018 - Station 7 - Olympisches Dorf Elstal - 11.7.2018

Auf dem großen Gelände des olympischen Dorfes in Elstal haben wir uns mit Herrn Poszniak, dem Geschäftsführer des Projektentwicklers PROGES eins und Eric Roßnagel von Terraplan, der Baudenkmalsanierungsgesellschaft getroffen, die schon zahlreiche historische Objekte denkmalgerecht saniert haben. Das jetzt an dem Standort Olympisches Dorf in engere Absprache mit der Gemeinde Wustermark eine Projektentwicklung überhaupt möglich, ist auch den Aktivitäten der DKB Stiftung in den vergangenen 20 Jahre zu verdanken. Der DKB Stiftung ist gelungen einen Teil der Gebäude vor dem völligen Verfall zu bewahren. In einem ersten Bauabschnitt plant die Nürnberger Firma Terraplan die denkmalgerechte Sanierung des Speisehauses der Nationen geplant. Es sollen Eigentumswohnungen unterschiedlicher Grüße und Zuschnitt entstehen. Terraplan will die Wohnungen verkaufen und die Vermietung und Verwaltung für die Eigentümer übernehmen. Im Halbkreis um das Speisehaus werden in Anlehnung an die Sportlerunterkünfte Wohnungen und Reihenhäuser entstehen. Trotz der aufwendigen Sanierung und hohen Erschließungskosten, die sich auch dadurch ergeben, dass das Gelände in einer Trinkwasserschutzzone liegt, haben die Entwickler im Blick, dass sich die anvisierten Nettokaltmieten in einem verträglichen Rahmen bewegen. Der Aspekt der sozialen Durchmischung wird mitgedacht. In dem Komplex werden sich später barrierefreie Wohnungen, Gemeinschaftsräume und eine Wohngruppe für Demenzkranke befinden. Nicht nur das Speisehaus, sondern das ganze Ensemble ist denkmalgeschützt und der Park mit den Auenwiesen soll erhalten blieben. Für die weiteren Areale des großen Geländes des Olympischen Dorfes werden Ideen- und Architektenwettbewerbe ausgeschrieben, aus denen sich hoffentlich auch kreative Nachnutzungsmöglichkeiten für das Schwimmbad, die Turnhalle und das Hindenburg-Haus ergeben. Auch bei diesem Besuch ist mir wieder deutlich geworden, wie immens wichtig der Verbesserung der Anbindung der Gemeinde Wustermark /Elstal ist an der Bahn und Busverkehr, aber Fahrradwege ist. Die Ansiedlung von bis zu 3000 Einwohner muss auch weitere Infrastruktur wie Kitas und Grundschule nach sich ziehen.

Mehr»

Sommertour 2018 - Station 6 - Amt für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen Frankfurt(Oder) - 10.7.2018

Ein weiterer Besuch in Frankfurt (Oder) führte mich in das Amt für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen. Amtsleiter Helmut Otto begrüßte unsere kleine Delegation. Im anschließenden Gespräch ging es u.a. um den Wunsch nach einer Verbeamtung von Feuerwehrleuten in der Berufsfeuerwehr der Stadt Frankfurt (Oder), um im Wettbewerb um qualifiziertes Personal v.a. mit den anderen kreisfreien Städten Brandenburgs mithalten zu können. Derzeit kämen viele junge Menschen für ihre Ausbildung zur Feuerwehr nach Frankfurt (Oder), verließen die Stadt aber aufgrund der unattraktiven Konditionen direkt danach wieder. Eine Arbeitsgruppe erstellt derzeit ein Konzept zur Verbeamtung neu eingestellter Feuerwehrleute, welches dem Hauptausschuss der Stadt im Herbst vorgelegt werden soll. Derzeit gilt bereits eine „Soll“-Bestimmung zur Verbeamtung von Feuerwehrleuten. Der Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbands Frankfurt (Oder) e.V. Wolfgang Welenga war überzeugt, dass eine Altershöchstgrenze als strikte Grenze bei der Freiwilligen Feuerwehr wenig Sinn mache. Ausschlaggebend sei der individuelle Gesundheitszustand und die Tätigkeiten, die während eines Einsatzes übernommen werden müssen. So könne durchaus ein 67jähriger noch als Maschinist mitwirken. Das Arbeiten als Atemschutzträger oder bei Gefahrenguteinsätzen sind hingegen aus gesundheitlichen Gründen kaum möglich. Erfreulicherweise ist die Mitgliederzahl der Freiwilligen Feuerwehren in der Stadt seit 25 Jahren bei etwa 250 Kräften konstant, da die Rekrutierung von Jugendlichen gut funktioniere. Wenn aber in den nächsten Jahren die geburtenstarken Jahrgänge der 50iger und 60iger Jahre aus dem aktiven Dienst ausscheiden werden, wird ein deutlicher Rückgang bei den Einsatzkräften befürchtet. Von den Jugendabteilungen kann nur 10-20% der jungen Leute dauerhaft übernommen werden, Zur Steigerung der Attraktivität wurde angeführt, dass gutausgestattete Feuerwachen und technisches Gerät auf der Höhe der Zeit die Attraktivität erhöhen. Die Feuerwehrrente interessiere junge Leute eher nicht und sei auch schwierig zu handhaben. Die deutsch-polnische Zusammenarbeit im Rettungsdienst funktioniere im Einzelfall gut, auch wenn die Unterzeichnung der Vereinbarung über den Bodengebundenen Rettungsdienst zwischen den Landkreisen MOL und LOS, Frankfurt (Oder) und den polnischen Woiwodschaften immer noch ausstehe. Auf polnischer Seiten werden zum 1.1.2019 endlich noch ausstehende Haftrechtsfragen geklärt sein, so dass dann auch ein endgültiger Vertragsabschluss realisiert werden könne, auf den alle seit 5 Jahren schmerzlich warten. Der Rettungsdienst Frankfurt (Oder) half und hilft Gemeinden von diesseits und jenseits der Grenze. Gerade sei man dabei sich im Rahmen eines Gefahrenabwehrverbundes gemeinsam um Mittel aus dem Interregnum Programm zu bewerben. Man hofft trotz starker Konkurrenz auf den Zuschlag, denn auch im Bereich des grenzüberschreitenden Katastrophenschutzes funktioniert die Zusammenarbeit sehr gut. Auch Burkhard Blasche, Abteilungsleiter Gefahrenvorbeugung und Rettungsdienst, beklagte die schwierige Personalgewinnung. Auf eine Ausbildungsverordnung, für Leitstellendisponenten, die das Problem entschärfen soll, wartet man seit Langem. Hierzu werde ich eine Kleine Anfrage stellen um den aktuellen Stand in Erfahrung zu bringen. Zum Schluss wurde mir der beeindruckende Einsatz Fuhrpark der Feuerwehr gezeigt. Das Gespräch bestätigte meine Ansicht, dass ein gut ausgestatteter Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst unabkömmlich ist. Es war ein informatives und gutes Gespräch.

Mehr»

Sommertour 2018 - Station 5 - Frauenort Frankfurt (Oder) -10.7.2018

Zu jeder Sommertour in Brandenburg gehören mich auch Frauenorte, diesmal der Frauenort der Hebamme Justine Siegemundin in Frankfurt(Oder).Die Tafel steht am Zaun Europa-Universität Viadrina in der Logenstraße. 

Mehr»

Filmreihe "LAND IN SICHT"

Im Rahmen der Filmreihe „Land in Sicht“ der grünen Landtagsfraktion fand am 24. Februar 2015 eine Filmführung im Theatersaal des Leonardo da Vinci Campus in Nauen statt.
Nach dem Film wurde noch intensiv diskutiert mit mir und den Regisseurinnen Judith Keil und Antje Kruska (Regisseurinnen)  und dem Protagonisten Farid - siehe Foto

Der Film wird an vielen Orten in Brandenburg gezeigt 

Mehr Informationen: www.gruene-fraktion-brandenburg.de/veranstaltungen/film-diskussion-land-in-sicht/

Zum Film :
Brandenburg wird 2015 rund 8000 Flüchtlinge aufnehmen. Mit ihrer Unterbringung sind viele Fragen verknüpft – Unterbringungsstandards, Gesundheitsversorgung, Deutschunterricht für Kinder aus Flüchtlingsfamilien, um nur einige zu nennen. Doch beim Thema Flüchtlinge und Asyl geht es vor allem um Menschen und nicht nur um Gesetze, Verordnungen und Standards. Mit dem Dokumentarfilm „Land in Sicht“ von Judith Keil & Antje Kruska möchte die bündnisgrüne Landtagsfraktion drei dieser Menschen vorstellen und den Brandenburger ZuschauerInnen an 8 Filmabenden einen Perspektivwechsel ermöglichen. Die Filmreihe startet - in Kooperation mit dem Leonardo da Vinci Campus und dem Jugendförderverein Mikado e.V. - am Dienstag, den 24. Februar, 19 Uhr, auf dem Leonardo da Vinci Campus in Nauen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, mit einer der Filmemacherinnen, Protagonisten des Films und unserer innenpolitischen Sprecherin URSULA NONNEMACHER zu diskutieren. Darum geht es: Nach einer Flucht um die halbe Welt sind Abdul, ein Scheich aus dem Jemen, Farid aus dem Iran und Brian aus Kamerun als Flüchtlinge in einem Asylbewerberheim in Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark) gestrandet. Ohne einen gesicherten Aufenthaltstitel bleibt ihnen die Teilnahme am Leben außerhalb der Heimtore größtenteils verwehrt, doch sie fahnden trotzdem nach Wegen hinein in die deutsche Gesellschaft. Auf Dorffesten, Ämtern und Diskotheken prallen ihre Vorstellungen von Deutschland mit den Mentalitäten der Eingesessenen aufeinander.

Die Dokumentarfilmemacherinnen Judith Keil & Antje Kruska haben die Protagonisten ein Jahr lang begleitet. Herausgekommen ist ein Film, der sich durch die große Nähe zu den Hauptfiguren auszeichnet und der statt Betroffenheit die unfreiwillige Komik dieser Aufeinandertreffen in den Blick rückt. Julia Keil und Antje Kruska zeigen die zweifellos problembeladene Ausgangslage von Asylbewerbern, aber heben diese gleichzeitig auf eine allgemein menschliche Ebene, die deutlich macht, dass deren Sehnsüchte, Ängste, Macken, Gedanken und Hoffnungen durchaus mit unseren zu vergleichen sind.

Besuchergruppe aus Falkensee zu Besuch im Landtag

Am 17.2.2015 besuchte eine 35 köpfige Besuchergruppe aus Falkensee auf meine Einladung hin den Landtag Brandenburg.

Es war für alle ein interessanter Nachmittag.

Volles Haus bei FILM AB im GRÜNEN BÜRO am 19.1.2015

 

 

Zum spannenden Film Alphabet kamen ca. 40 Menschen von 12 bis 70 Jahren ins GRÜNE BÜRO, die sich den Film zum Thema Bildung ansehen wollten.
Darunter auch Conny Röth, die in Falkensee Finkenkrug einen Malspielort nach Arno Stern anbietet.
Nach dem Film gab es noch angeregte Gespräche mit einem Gläschen Wein - ein  gelungener informativer Abend.

Für Toleranz, gegen Fremdenhass - Demo in Frankfurt/Oder am 17.1.2015

Ich war mit dabei – auf dem Foto zwischen Annalena Baerbock, MdL und Ska Keller, MEP

700 Menschen gingen am Sonnabend bei Veranstaltungen auf die Straße, um ein Zeichen für ein weltoffenes Frankfurt zu setzen.( Anlass war eine Demonstration unter dem Motto "Stopp dem Asylmissbrauch", zu der etwa 250 Teilnehmer anreisten.)

Hier ein Artikel aus der MOZ vom 18.1.2015 : Frankfurter mögen es lieber bunt

URL:http://ursulanonnemacher.de/startseite/browse/3/kategorie/aktuelles-43/