SOMMERTOUR 2017 – 8. Station – Polizeidirektion Süd- Cottbus - 24.Juli 2017

Sven Bogacz, Leiter der Polizeidirektion Süd, Simone Taubenek, Leiterin des Stabes der Polizeidirektion Süd und Stellvertreterin von Sven Bogacz und Ines Filohn, Pressesprecherin der Polizeidirektion empfingen uns sehr freundlich zu einem gemeinsamen Gespräch. Begleitet wurde ich von Juliane Müller - Referentin der Landtagsfraktion für Innenpolitik und Recht, Hans-Joachim Weißflog, Stadtverordneter in Cottbus und Mitglied im Rechtsausschuss und Gudrun Breitschuh-Wiehe, Stadtverordnete in Cottbus, Vorstand des GRÜNEN Kreisverband, Mitglied des Cottbusser Aufbruch. Nach der Evaluation der Polizeistrukturreform beträgt die aktuelle Personal-Zielzahl für die Polizeidirektion Süd 1450 Planstellen. Davon sind mit Datum 1.7.2017 - 1388 besetzt. Zum 1.10.2017 werden voraussichtlich 40 weitere BeamtInnen hinzukommt, von denen 30 in der Polizeiinspektion des Flughafens in Schönefeld eingesetzt werden. Die Beamten müssen sich trotz bestandener Prüfung weitere 7 Monate einer Sonderausbildung unterziehen, um an einem internationalen Flughafen voll einsatzfähig zu sein, z.B. bei Staatsbesuchen. Trotz der deutlich gesteigerten Ausbildungskapazitäten an der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg wird es noch einige Zeit dauern um die Ziel Zahl zu erreichen, da in nächster Zeit viele BeamtInnen in den Ruhestand eintreten. Das Gespräch drehte sich im Weiteren um Kriminalitätsphänomene wie Grenzkriminalität, Vieh-Diebstähle, die Rockerproblematik mit Bezügen zur organisierten Kriminalität und Betäubungsmittelkriminalität. Crystal Meth Missbrauch breitet sich im Direktionsbereich von Süden nach Norden aus und ist von erheblicher Beschaffungskriminalität begleitet. Ausführlicher sprachen wir noch über die verfestigte rechtsextremistische Szene im Süden Brandenburgs. Eine gute Zusammenarbeit mit dem mobilen Beratungsteam und anderen Akteuren des Toleranten Brandenburgs existieren. Pegida-Ableger haben in Cottbus und Umgebung nie Fuß fassen können, dem rechtsgerichteten Bündnis " Zukunft Heimat“ gelingt aber eine gewisse Mobilisierung. Dort marschieren Rechtsextremisten Seit an Seit mit Rechtspopulisten, aber auch "normalen Bürgern“. Bis zur Bundestagswahl sind gehäuft Demonstrationen angekündigt.

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