Sommertour 2018 - Station 7 - Olympisches Dorf Elstal - 11.7.2018

Auf dem großen Gelände des olympischen Dorfes in Elstal haben wir uns mit Herrn Poszniak, dem Geschäftsführer des Projektentwicklers PROGES eins und Eric Roßnagel von Terraplan, der Baudenkmalsanierungsgesellschaft getroffen, die schon zahlreiche historische Objekte denkmalgerecht saniert haben. Das jetzt an dem Standort Olympisches Dorf in engere Absprache mit der Gemeinde Wustermark eine Projektentwicklung überhaupt möglich, ist auch den Aktivitäten der DKB Stiftung in den vergangenen 20 Jahre zu verdanken. Der DKB Stiftung ist gelungen einen Teil der Gebäude vor dem völligen Verfall zu bewahren. In einem ersten Bauabschnitt plant die Nürnberger Firma Terraplan die denkmalgerechte Sanierung des Speisehauses der Nationen geplant. Es sollen Eigentumswohnungen unterschiedlicher Grüße und Zuschnitt entstehen. Terraplan will die Wohnungen verkaufen und die Vermietung und Verwaltung für die Eigentümer übernehmen. Im Halbkreis um das Speisehaus werden in Anlehnung an die Sportlerunterkünfte Wohnungen und Reihenhäuser entstehen. Trotz der aufwendigen Sanierung und hohen Erschließungskosten, die sich auch dadurch ergeben, dass das Gelände in einer Trinkwasserschutzzone liegt, haben die Entwickler im Blick, dass sich die anvisierten Nettokaltmieten in einem verträglichen Rahmen bewegen. Der Aspekt der sozialen Durchmischung wird mitgedacht. In dem Komplex werden sich später barrierefreie Wohnungen, Gemeinschaftsräume und eine Wohngruppe für Demenzkranke befinden. Nicht nur das Speisehaus, sondern das ganze Ensemble ist denkmalgeschützt und der Park mit den Auenwiesen soll erhalten blieben. Für die weiteren Areale des großen Geländes des Olympischen Dorfes werden Ideen- und Architektenwettbewerbe ausgeschrieben, aus denen sich hoffentlich auch kreative Nachnutzungsmöglichkeiten für das Schwimmbad, die Turnhalle und das Hindenburg-Haus ergeben. Auch bei diesem Besuch ist mir wieder deutlich geworden, wie immens wichtig der Verbesserung der Anbindung der Gemeinde Wustermark /Elstal ist an der Bahn und Busverkehr, aber Fahrradwege ist. Die Ansiedlung von bis zu 3000 Einwohner muss auch weitere Infrastruktur wie Kitas und Grundschule nach sich ziehen.

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